Kulturelle Vielfalt

Kreativität und Innovation

Kreativität und Innovation
Die mit Blick auf Innovation und Kreativität einhergehenden Chancen der Immigration und Diversität hat die OECD im Jahre 2000 herausgearbeitet (The Creative Society of the 21st Century); im Anschluss hat die OECD in Foresight-Studien wiederholt das Potenzial der Diversität für Wissenschaft und Wirtschaft ausgewiesen und dessen Nutzung in der Praxis über die «Charta der Vielfalt» ab 2007 namentlich im Bereich des Arbeitsmarktes – Nutzung des Potenzials von Fachkräften mit Sprach- und interkulturellen Kompetenzen sowie der Job-Immigration und Förderung der Vielfalt der Belegschaft – gefordert. Dies erfolgte vor dem Hintergrund eines Mangels an Fachkräften in allen OECD Ländern.
Mit derselben Intention ging die kulturelle Vielfalt unter den Stichworten Produktinnovation und Kompetenzaufbau in der Management-Literatur ein. Wert wird auch auf die Bedeutung von Wirtschaftsregionen gelegt, welche je spezifische Voraussetzungen für Innovationen und Produktentwicklungen haben.


Ausgangslage – Problemaufriss
Lange Zeit – in der Modellökonomie bis heute – herrschte in der Ökonomie die Überzeugung vor, dass kulturelle Unterschiede den wirtschaftlichen Austausch und den wirtschaftlichen Fortschritt behindern. Standardisierung und Normierung werden gefordert, obwohl Weltkonzerne längst dazu übergegangen sind, ihre Produkte den spezifischen Vorlieben der unterschiedlichen Kulturen anzupassen (z.B. Nescafé, welcher in 70 unterschiedlichen Aromen angeboten wird).
Die Globalisierung hat die Welt nicht nur standardisiert, sondern auch pluralisiert: Mit den Migranten kamen auch neue Produkte, neue Lebensformen, neue Märkte und neue Absatzkanäle. Trotz der wachsenden Mobilität sämtlicher Produktionsfaktoren wird gegenwärtig die Bedeutung regionaler Wirtschaftsräume wiederentdeckt.
Vor dem Hintergrund eines sich verknappenden Arbeitsangebotes sowie der ethnischen Pluralisierung hat insbesondere die OECD Prozesse des «Diversity-Management» angestossen. Schliesslich gewinnt in einer Dienstleistungsökonomie die Kreativitätsindustrie an Bedeutung (Übersetzungen, Marketing, Design).

 

esense GmbH